08/30/12

ETI Securities lanciert den Exchange Traded Index LIBERTAS ETI

ETI Securities plc lanciert per August-Ultimo ein neues Investmentprodukt - den LIBERTAS ETI (AT0000A0WN51). Als Basiswert dieses insolvenzgeschützten Indexzertifikates dient der speziell für die Emission entwickelte referential index "Libertas Index". 

Der Emissionskurs beträgt 1000 Euro - die Einbeziehung in den Handel an der Börse wird beantragt.

Beim Libertas ETI handelt es sich um ein Alternative Investment, welches grundsätzlich in sämtliche Asset Klassen investieren kann und zur Portfoliooptimierung auch Leverage einsetzen darf. Die Indexbestandteile sind entsprechend managed accounts.

Das öffentliche Angebot richtet sich ausschliesslich an professionelle Investoren in des Europäischen Wirtschaftsraumes gemäss Definition der MiFID-Richtlinie.

< ETI-Research: Commerzbank shorten
30.04.2013 10:18 Age: 4 yrs
Category: News

Das Ratinggeschäft bleibt in der Hand der Big-Three

Die Idee zur Gründung einer europäischen Ratingagentur ist beerdigt worden


Die Lehren aus der Finanzkrise ziehen und unabhängige wie transparente Ratings erstellen; das war die Absicht hinter der Idee eine europäische Ratingagentur zu gründen. Diese sollte mit einem gänzlich anderem Ansatz den grossen Drei der Branche (S&P, Moody`s und Fitch) Konkurrenz machen und damit auch ein Gegengewicht zu den "amerikanischen" Ratingagenturen bilden.

Nun haben die Initiatoren Medienberichten zufolge die Pläne endgültig eingestellt. Die Geldgeber, kolpordiert wurde ein Finanzbedarf von 300 mio Euro, waren einfach nicht aufzutreiben.

ETI-Fazit: Konkurrenz ist grundsätzlich immer etwas gutes, das Scheitern der europäischen Ratingagentur wundert uns aber nur bedingt. Die Idee Interessenskonflikte zu beenden, indem nicht die bewerten Unternehmen die Ratingagenturen bezahlen, sondern die Investoren, klingt auf den ersten Blick vielleicht richtig - auf den zweiten Blick ist das aber nicht durchführbar. Beim Rating ist - anders als etwa bei einem Aktienresearch - ein Zeitvorsprung von Stunden oder sogar Tagen vollkommen wirkungslos. Zinspapiere, gerade Corporates, werden nämlich in der Regel bei Emission gekauft und bis zur Fälligkeit gehalten. Nur wenn sich das Ratingergebnis geheim halten liesse und tatsächlich nur die Investoren, die auch die Ratingagentur bezahlen, Zugang zum Rating erhalten, wäre das Geschäftsmodell zumindest denkmöglich. Selbst dann bliebe aber ein zweites, noch grösseres Problem: Nur die ganz grossen Emissionen hätten die Chance gerated zu werden. Bei kleineren Transaktionen würden sich meist zu wenige Investoren finden die bereit sind für ein Rating zu bezahlen.

Die Finanzwelt wird sich also auch in Zukunft mit drei internationalen Top-Ratingagenturen begnügen müssen und damit leben lernen, dass die Ratings vom bewerteten Unternehmen bezahlt werden.